Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom

66 auf eine Vorlage von James Abbott McNeill Whistler zurück: „Arrangement in Grey and Black: Por trait of the Ar tist‘s Mo- ther“ von 1871. Während der US-Amerikaner also seine Mut- ter Anna malt, stülpt der deutsche Künstler der Vorlage die Deutung über, es handle sich um seine Großmutter. Beiden, Sohn wie Enkel, geht es um die Darstellung der Würde der gealter ten Frau. Eine Sehnsucht nach besonderen Or ten vermittelte die Groß- mutter dem Enkel ebenfalls. „Kraftor te“ würde man sie heut- zutage nennen. Insbesondere nach getaner Arbeit fuhr der Junge mit der Großmutter im Bummelzug nach St. Koloman unweit von Erding. Dor t steht auf einem Hügel im Wald eine kleine Kirche, wo die Großmutter regelmäßig betete. Reiter glaubt, dass sie wohl eher meditier t habe – ein Begriff, der um und nach 1950 nicht geläufig war. Mittlerweile wisse man, führ t Reiter weiter aus, dass an der Stelle der Kirche der ma- gischste Platz mit dem größten Energiefeld im ganzen Land- Großmutter Katharina Blumoser (geb. Aulehner), Störnäherin, 1952 Die junge Katharina James Abbott McNeill Whistler „Arrangement in Grey and Black: Portrait of the Artist‘sMother“, 1871

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