Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom

258 Bademoden in Einklang gebracht werden. Das ist die sponta- ne Form des Gesamtkunstwerks. Nachmittags dann der Emp- fang am Strand. Reiter erzählt dor t, geht ins Wasser zu sei- nen Bildern. Irgendwer hat die Parole ausgegeben, „wenn der Bürgermeister kommt, dann geht‘s offiziell an“. Jetzt kommt er, und Rudolf Reiter steht mit patschnasser Hose reichlich begossen da. Über den rettenden Híntereingang ins Hotel. Kunstvoll geglückt ist der fliegende Hosenwechsel, schließlich steht der Maler am Ende geschniegelt und gestriegelt vor dem Stadtoberhaupt von Miami, Nelson O. Kasdin. Der fühlt sich „sehr geehr t“, daß ein berühmter Künstler wie Reiter in Mia- Außerhalb der 7-Meilen-Zone werden die Bilder im Atlantik versenkt (Bildausschnitt aus dem Dokumentarf ilm „Times of return“, 1997) mi... und dieser bedankt sich ar tig mit einem standesgemäßen Reiter-Buch, handsignier t. Ein großes Hallo gibt es, als sich eine Frau dem Künstler näher t und ihm erzählt, daß sie drei Ori- ginale aus dessen Zeit an der Leopoldstraße ihr eigen nennt. Die Bochumerin ist von Lauderdale zur Vernissage nach Miami gekommen. Weitgereiste Gäste und Berühmtheiten tummeln sich im National Hotel zur großen Fete. Miamis Schickeria ist da, Modewelt und Filmbranche sind ver treten. Natürlich auch schrille Trendsetter wie Rapper Tiger True. Schließlich haben die Stadt, das Bass Museum of Ar t und natürlich das altehr- würdige National Hotel zu Reiters Vernissage geladen. Schon das unter Denkmalschutz stehende Hotel, das erst zwei Jah-

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