Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom
257 Ausstellung RLR - Genesis - Zeit der Wiederkehr eine Ausstellung eröffnete, standen die Gäste der Vernissage zunächst noch im leeren Raum. Als die Bilder dann doch noch kamen und wir sie vor den Gästen auspackten, dachten alle, das sei ein Riesengag...“ Alles ist bereit: Vor dem Bass Muse- um of Ar t sollen die drei informellen Werke, die dem Meere gewidmet sind, ausgestellt werden. Position bestimmen. Man einigt sich auf eine Anordnung im Dreieck. Löcher graben, Bil- der plazieren. Diane W. Camber und Künstler Rudolf L. Reiter sprechen ein paar Wor te. „Alle dachten, die Bilder vor dem Museum würden entweder gestohlen, oder beschädigt, aber nichts ist passier t“, freut sich Reiter, der den Menschen in Mia- mi „große Ehrfurcht vor der Kunst“ bescheinigt. Glück gehabt, sagt da der Skeptiker. Auf. jeden Fall „war es ein tolles Gefühl, mitten im Skulpturen Park des Bass Museum diese drei Wer- ke zu haben. Wir sind immer wieder hingegangen, haben mit den Leuten geredet, die sich das angesehen haben.“ Erfreulich für Reiter: „Alle waren von meiner Idee, die dem Werk „Zeit der Wiederkehr“ zugrunde liegt, angetan bis begeister t.“ Die Gespräche wurden mit einem Diktiergerät aufgezeichnet, flie- ßen in die Dokumentation mit ein. Zwei Tage dauer t es, bis die Ausstellung im National Hotel ausgestattet ist. Was ist mit Eröffnung der Ausstellung RLR - Genesis durch den Bürgermeister von Miami Nelson O. Kasdin der Übergabe der informellen Bilder an das Element Wasser? Alles kein Problem, bedeuten alle Helfer, die an der Vorberei- tung beteiligt sind. 24 Stunden dürfen die Bilder am Strand lie- genbleiben, ehe sie ins Meer verbacht werden. Um Vier Uhr, in aller Herrgottsfrühe, an den Strand gebracht, liegen die Bil- der am 22. April am Strand auf Sand. Erst spielt der Künstler mit seinen Werken und mittags rückt die Beach-Polizei an. Mit Bulldozer und Jeep. Strand gesperr t. „Was machen sie da?“ Eilends alle Genehmigungen hervorgekramt, schon rückt das Räumkommando wieder ab. Kurz darauf entdecken Modepho- tographen die Bilder im Wasser, verlagern ihren Set, als Reiter nichts dagegen hat, daß seine Bilder mit schönen Körpern und
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