Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom
253 er auf neuromantischen Stil spezialisier t ist. Ich glaube, daß auch dies klappt.“ Unter Dach und Fach ist dagegen längst die künftige Kooperation mit der bestausgestattetsten Kunstdru- ckerei in den Staaten, beziehungsweise mit Eleanor Ettinger. Die Chefin des Hauses war von den gezeigten Motiven sofor t begeister t: „Derar t gute Arbeiten habe ich schon lange nicht mehr gesehe.“ Im Detail ließ sie sich alle technischen Einzel- heiten erklären. Das Ettinger Atelier steht Reiter künftig für die Herausgabe von Editionen zur Verfügung. Er darf sich auch persönlich um die Druckvorlagen kümmern. In den 13 Tagen, die Reiter in New York und Umgebung weilte, blieb ihm kaum genügend Zeit, den ungewöhnlichen und faszinierenden Schmelztiegel intensiv zu erleben. Zu viele Galerien mußte er besuchen, zu viele Verhandlungen führen. Dann war es auch Arbeit, wenn auch angenehme, als sich Reiter in den großen New Yorker Museen informier te. Zum Beispiel über den ein- zigen Maler der jüngeren Zeit, dessen Werke seinen Bildern ähneln: Andrew Wyer th. Um Wyeths Arbeiten zu sehen, war Reiter bereits im Sommer in London gewesen. Der 63jährige Wyeth, wohnhaft in der Nähe von Philadelphia, zählt zu den angesehensten amerikanischen Malern. Er schilder t vorwie- gend Menschen und Landschaft Neuenglands und Pennsylva- niens. Wyeth malt mit kühler Lichtgebung und altmeisterlicher Detailwiedergabe im Stil eines magischen Realismus. Einige seiner schönsten Werke hängen im New Yorker Metroplitan Museum. Lohnend empfindet Reiter auch seinen Besuch im Gallery Art 54, New York, Soho, Galerist Bill Hetzler und R. L. Reiter
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