Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom
252 ter seine neuen Geschäftsfreunde wiedersehen und weitere gewinnen. Dann will er nämlich zusammen mit Michael Shacham einen eigenen Stand bei der größten amerikanischen Kunstmesse, der New Yorker Ar t Expo, belegen. Ein ideales Unterfangen. da sich dor t die Händler aus dem ganzen Land treffen. Manche werden Reiters Bilder schon vorher sehen, da sie zwei der renommier testen Galerien in der Oberstadt von Manhattan ab sofor t auf Dauer ausstellen. In der feinen Elizabeth Weiner Galery an der sündteuren Madison Avenue stießen die mitgebrachten Originale des Künstlers, zuerst auf tiefes Mißtrauen. Das seien keine gemalten Bilder dozier te Eli- zabeth Weiner, sondern photographier te. Erst nach eingehen- der Prüfung ließ sie sich vom Gegenteil überzeugen. Dann wollte sie ihren Kunden die Reiter-Arbeiten nicht mehr vor- enthalten. Ein ähnlicher Erfolg wurde dem jungen Erdinger in der Hammer Gallery zuteil. Ein ausgesprochen feiner Laden, der in erster Linie Großhandel betreibt und Galerien quer durch die USA mit Editionen versorgt. Vorläufig zeigt Ham- mer nur fünf Reiter-Werke. Verhandlungen über eine Auf- nahme in die Kollektion ‘81 und über die sogenannte amerika- nische Weltauflage für eine Reiter-Edition laufen noch. Reiter streckte bei dieser Reise auch Fühler zu Galerien und Kunst- ver trieben in Washington und Chicago aus. Der ENN versi- cher t er: „Die Gepräche laufen noch. Gerade aber der Gale- rist in Washington hat großes Interesse an meinen Bildern, da Der Künstler R.L.R. trifft die Jazz-Legende John Lee Hooker und erhält den Auftrag für ein Portrait R. L. Reiter „John Lee Hooker“, Öl auf Leinwand. 100cm x 110cm
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