Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom
232 einem verwilder ten Grundstück, eine Ar t „Spielplatz“ drum herum. Der entpuppt sich später als Ansammlung moderner Kunst oder was sich dafür hält. Einige verrostete Skulpturen, Holzobjekte und ähnliches. Wir beschließen, den Sonnenun- tergang abzuwar ten, wenn es ruhiger wird. Und wirklich. Die Stimmung änder t sich schlagar tig, als die Sonne beginnt, un- terzugehen. Welch eine Kulisse! Die alten Ruinen des Klosters im warmen, roten Licht der Sonne! Man glaubt, die Gesänge der Mönche noch zu hören. Wir durchstreifen die Ruine in alle Himmelsrichtungen, filmen, fotografieren, lassen uns ins- pirieren. Rudi engagier t kurzerhand 2 junge Männer, die mit ihren Kapuzen-Shir ts in den Türbogen der Ruine wirklich mit etwas Phantasie wie Mönche aussehen. Langsam kehr t Ruhe ein. Und mit der Ruhe wird die ganz besondere Stimmung dieses Or tes spürbar. Wir fühlen uns C.D.F. wieder ganz nahe. Aber der Tag war auch anstrengend und so brechen wir bald wieder auf. Wir wollen den Abend noch nutzen, um uns die Stadt etwas anzuschauen und irgendwo etwas zu essen. Aber das stellt sich als gar nicht so leicht heraus. Erst beim drit- ten Anlauf finden wir ein Gasthaus “Zur Eiche“, das in uriger Atmosphäre ein gutes Essen und ein gutes Bier bietet. Die Innenstadt selber - eine Mischung aus faszinierenden alten Gebäuden und hässlicher DDR-Bau“kultur“. Da wurde wohl mancher schöne Bau dem 5-Jahres-Wohnungsplan geopfer t! Aber der Marktplatz vermittelt immer noch ein Bild von der einstigen Schönheit dieser Stadt. Wir gehen ziemlich früh schlafen an diesem Tag. Morgen geht es noch einmal auf die Insel! Sonntag, den 15.September 1991 Fotosession an der Ruine von Eldena, Reiter stellt Motivik nach
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