Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom

231 Samstag, den 14.September 1991 Letz tes Frühstück in Lietzow. Dann brechen wir auf. Wir ha- ben beschlossen, an diesem Tag uns die alten Seebäder im Os- ten der Insel anzusehen, bevor wir nachmittags nach Greifs- wald umziehen. Am Strand von Sellin erwar ten uns am späten vormittag ein schöner Sandstrand, Strandkörbe und ein küh- les Bier, sodaß wir uns spontan entschließen: hier schlagen wir unser Lager auf. Wir mieten zwei Strandkörbe, Rudi zieht seinen scharfen Strandanzug an und schon dösen wir in der warmen Sonne vor uns hin. Ein herrliches Gefühl, einfach nichts zu tun, nach all den Touren der letz ten Tage! Am späten Nachmittag geht es dann weiter nach Greifswald. Über den Rügen-Damm, Stralsund, die Landstraße entlang. Irgendwo ist uns wehmütig beim Abschied von der Insel. Und so ent- schließen wir uns spontan: wenn es morgen wieder schön ist, fahren wir noch mal nach Sellin. Sind zwar rund 100 km pro Fahr t, aber was soll es! Nun, erst mal sind wir gespannt auf die Klosterruine Eldena. Nach ca. 1 Stunde Fahr t erreichen wir Greifswald und suchen das Hotel. Zunächst fahren wir erst mal dran vorbei (obwohl es eigentlich gar nicht zu übersehen ist), doch dann, nachdem uns noch ein freundlicher Ossi die Richtung gewiesen hat, sind wir da. Noch so ein Klotz wie das „Rügen“-Hotel, die Zimmer im Stil der 50er. Wir haben eine Kombination aus 2 Einzelzimmer mit einem Badezimmer. So braucht man nachts nicht mehr die Stufen runterzuschlei- chen, wenn man „mal muss“. Erst mal rüber zur Klosterruine. Es ist gar nicht weit, wie wir an der Reception erfahren. Als wir ankommen, sind wir enttäuscht. Direkt an der Straße, auf Caspar David Friedrich Muse- um, Reiter mit Museumsdirek- tor Lewadowski

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