Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom
213 gen, finden sich nun auch in den Skulpturen wieder. Denn alles fließt, wandelt und verwandelt sich, nichts geht verloren, „alles Vollendete fällt heim zum Uralten“, die Figuren-Körper wachsen aus- und ineinander- werden sichtbar, erlebbar. Die Themen Wiedergebur t, Metamorphose und Transformation sowie philosophische Erklärungen und Seelenbilder wurzeln in den Motiven Reiters. Das Material, das der Künstler für seine Modelle - seine Originalplastiken - verwendet, kommen seiner Absicht mit jedem Werk Gefühl zu zeigen und somit seine lnnenwelt sichtbar zu machen, sehr entgegen. Es sind in der Hauptsache weiche Materialien, die sich formen lassen, wie Wachs, Gips, Stein und Ton, die sich kneten, formen und biegen lassen. Materialien, die auf das Gefühl des Künstlers re- agieren. Was für Reiters Malerei gilt, trifft auch auf sein plas- tisches Gestalten zu: Die Plastiken entstehen nicht aus einem formalen Kalkül, sondern resultieren als Wege der „Findung und Erkenntnis im Arbeitsprozeß: „... und jedes Bild wird ge- staltet, während es vorüberzieht ...“ (Ovid, Metamorphosen). Hamit Ataseven, Reiters Meisterschüler, posiert vor dem Sonnengott Rudolf L. Reiter „Druidenkopf “ Gusseisen 2007 Rudolf L. Reiter „Beduine mit Sinhue dem Ägypter“ Hanf, Gips, Farbe, Lack 1998
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