Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom
204 La Esmeralda, Paris 1482 Die Esmeralda ist das unehe- liche Kind einer französischen Dirne und heißt eigentlich Ag- nès. Schon als Kind ist sie von atemberaubender Schönheit. Eines Tages stehlen Zigeuner das hübsche Mädchen und tauschen es gegen den ent- stellten Quasimodo aus. So wächst sie bei Zigeunern auf, übernimmt deren Bräuche und Lebensart und erhält den Na- men La Esmeralda. (Esmeral- da = „Smaragd“.) Ihre Mutter ist davon überzeugt, dass die Zigeuner ihre Tochter getötet haben, betet und fastet daher für den Rest ihres Lebens als Klausnerin. Erst kurz vor ihrer Hinrichtung durch Verbren- nung auf dem Scheiterhaufen f inden Mutter und Tochter wieder zusammen. In Paris erfährt Esmeralda den damals vorherrschenden An- tiziganismus am eigenen Leibe. R. L. Reiter „Esmeralda“ Öl auf Leinwand, 100 x 110 cm, 2011 R. L. Reiter „Victoria“ Öl auf Leinwand, 100 x 110 cm, 2011
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