Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom

201 nieren. Richard Wagner und König Ludwig I. sind zu bewundern in ihrem typischen Gewand und Habitus, doch sie wirken seltsam fern und verfremdet, eben wie aus einer anderen Zeit. Das Thema Porträt begleitete das Schaffen Reiters von seinem Frühwerk bis heute. Es stand jedoch bisher nicht wie die neoromantischen Landschaften und die informellen Arbeiten im Mittel- punkt seines Schaffens – auch wenn das imaginäre Bildnis von Viktoria, der schönen Liebenden aus Knut Hamsuns gleichnamigem Roman, in seinem Werk in vielen Variationen zu finden ist, ebenso wie Bildnis- se seiner Tochter und auch Auftragsarbeiten. Seine Porträts versteht Reiter als Spiegel der Seele und als Metaphern für Veränderung, Leben, Tod und Wieder- geburt. Die neuen Arbeiten Rudolf L. Reiters zeigen, dass der Künstler mit ungebrochener Schaffenskraft neue Ideen und neue Ausdrucksformen für sich findet und frühere Themen immer wieder verändert und wei- terentwickelt. Gisela Hesse R. L. Reiter „Richard Wagner“ Öl auf Leinwand 120 x 160 cm, 2013

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYwNjk=