Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom
130 1 Vgl. Carola Peter. Rudolf L. Reiter – der Maler mit den zwei Seelen. In: NEW ART (Hrsg.), Rudolf L. Reiter. Bilder, Objekte, Aktionen 1974 – 1994, Erding 1994, o.S. 2 Siehe Ralf-P. Seippel. Über-Blicke. In: Überblicke. Abstrakt, konkret, informel. Deutsche Kunst nach 1945. Galerie Neher, Essen, 21. September 1991 – 05. November 1991, S. 7 3 Siehe Ralf-P. Seippel. Über-Blicke. In: Überblicke. Abstrakt, konkret, informel. Deutsche Kunst nach 1945. Galerie Neher, Essen, 21. September 1991 – 05. November 1991, S. 6f 4 Markus Zehentbauer. „Ich möchte Unsichtbares sichtbar machen“ – Zusammenhang von informeller Malerei und Landschaftsbildern bei Rudolf L. Reiter. In: Rudolf L. Reiter. Die Wunden meiner Seele – Bilder, Skulpturen und Aktionen – 1969 bis 2010. Herausgegeben von Otto Christian Berger. Erding 2010, S. 31 5 Siehe Prof. Dennis Weppmann. Bilder einer Epoche. R. L. Reiter – 40 Jahre Malerei. Zwei Ausstellungen in Erding. In: Katalog „Rudolf L. Reiter. Genesis – Apokalypse. was war – was ist – was kommt. Bilder einer Epoche. 40 Jahre Malerei“, Erding 2014, o.S. 6 Siehe Rudolf L. Reiter arbeitet an Werkverzeichnis. Münchner Merkur. 30.05.2009 (http://www.merkur.de/lokales/erding/rudolf-reiter-arbeitet-werkverzeichnis-326624.html ) 7 Siehe Birgit Reinbacher. Ein Kunstgenie aus Erding. In: Wochenblatt. Die Zeitung für alle. 5.09.2011 (http://www.wochenblatt.de/nachrichten/erding/regionales/Ein-Kunstgenie-aus-Erding; art1150,65549) 8 Zitiert nach Der Landkreis Erding präsentiert: Rudolf L. Reiter. Bilder und Graphik: In: Kunstsprache No. 2, März 1989, o.S. (S. 3). 9 Siehe Hans-Jürgen Schwalm. Das Informel (http://www.stiftung-informelle-kunst.de/informelle-kunst.html ) 10 Siehe Helmut Friedel. Sammlung Joseph Beuys“. 2013. (http://www.lenbachhaus.de/sammlung/joseph-beuys/ ) 11 Vgl. Isabella Kreim, Pax Vobiscum – Flugobjekt. Der zweite Teil des Gesamtkunstwerkes in Zeichen von Frieden. In: Rudolf L. Reiter. Die Wunden meiner Seele – Bilder, Skulpturen und Aktionen – 1969 bis 2010. Herausgegeben von Otto Christian Berger. Erding 2010, S. 341 12 Siehe Rudolf L. Reiter. Ein psychiatrisches Gesamtkunstwerk. Unpubliziertes Manuskript, Erding August 1995. 13 Siehe Rudolf L. Reiter. „Kunst als Weg zur Selbstfindung“. In: Kunst als Therapie. Woche der Kunsttherapie an der Psychiatrischen Klinik Dresden-Oberloschwitz, Frankfurt am Main 1997, o.S. 14 Siehe Rudolf L. Reiter. „Kunst als Weg zur Selbstfindung“. In: Kunst als Therapie. Woche der Kunsttherapie an der Psychiatrischen Klinik Dresden-Oberloschwitz. Frankfurt am Main 1997, o.S. 15 Siehe Rudolf L. Reiter arbeitet an Werkverzeichnis, Münchner Merkur, 30.05.2009 (http://www.merkur.de/lokales/erding/rudolf-reiter-arbeitet-werkverzeichnis-326624.html ) 16 Dass sich der informelle Stil dabei noch keineswegs überlebt hat, machte der 1932 geborene Gerhard Richter anlässlich seines 80sten Geburtstags deutlich: „Das informelle Zeitalter hat ja gerade erst begonnen.“ (Zitiert nach Patrick Bahners. Das informelle Zeitalter hat gerade erst begonnen. Gerhard Richter zum 80. In: Frankfurter Allgemeine. 8.02.2012) Bei allen nicht näher gekennzeichneten Zitaten Rudolf L. Reiters handelt es sich um Äußerungen, die er bei Vorgesprächen zu diesem Beitrag gemacht hat. Mann am anderen Flussufer gibt. Der ist vielleicht ein Spiegel des still in die Szenerie eindringenden, voyeuristischen Künstlers wie des Be- trachters. Dieses voyeuristische Element drängt sich nur bedingt auf. Bewusst setzt das Gemälde auf die ruhige Stimmung, die es mit einer einfachen und umso effektvolleren Komposition fast sehnsuchtsvoll inszeniert. Ist „Liebesnacht in Kallmünz“ still und zurückhaltend, wallt und bran- det und braust es in Reiters neusten informellen Werken. Mit 18 auf 24 Zentimetern sind diese erstaunlich kleinformatig, dabei groß in ihrer Wirkung. Sogar für ein neues Vorgehen hat sich der Künstler entschieden. Früher legte er zwei oder drei Schichten auf und ließ sie trocknen, bevor schließlich fünf oder sechs Schichten übereinan- der zusammenkamen. Jetzt bringt er zehn Schichten gleichzeitig in nassem Zustand zusammen. Das gibt neuartige Verläufe. Reiter wagt sich an eine bislang ungewohnte Farbigkeit. Die kleinen Platten sind viel heller und vor allem bunter denn je, kurzum: lebensbejahender. Es gibt Weiß, aber kein Schwarz, nur ein dunkles Blau. Das Grün ist intensiv und sommerlich. Rot ist sparsam eingesetzt. Hinzu kommt Zitronengelb oder warmes Dottergelb. Die Farben dürfen sich ver- mischen, bilden bunte Schlieren. Alles ist in konstanter Bewegung, alles fließt. Panta rhei…Das sind wohl keine Blicke in die Anderswelt. Das sind Einblicke in reine Emotion und eine zutiefst bewegte Seele. Rudolf L. Reiter „Quelle und Schöpfung“ Öl auf Holz 18 x 24 cm, 2017
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