Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom
128 Immer wieder Erding, der Lebensmittelpunkt des Künstlers Rudolf L. Reiter… Im Frühjahr 2017 will er im Frauenkircherl im Herzen der Stadt ausstellen, plant, aus diesem Anlass „Leben gegen den Strom“ der Öffentlichkeit zu präsentieren – Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukunft eingefangen im spätgotischen, 1803 säkularisierten Gottesbau am Schrannenplatz. Was sich bereits bei der Präsentation des Films „Quelle und Schöpfung“ im Museum Erding andeutete, das neue Leben des Künstlers, verläuft nach wie vor nicht einspurig in eine Richtung. Doch das Alterswerk wird immer sichtbarer. Als er im Spätsommer 2016 Kallmünz besuchte, wandelte er entlang der Naab auch auf den Spuren von Wassily Kandinsky und Gabriele Münter. Die beiden hatten im Sommer 1903 mehrere Wochen dort verbracht und Kandinsky daraufhin einen neuen Malstil entwickelt. Fortan hatte er sich von der konkreten Kunst ab- und einer abstrak- ten Kunst der „Farbklänge“ zugewandt. Reiter studierte im Anschluss an die Reise, bei der er – ganz Künstler – auch die Badenden in der Anlässlich des Aufenthaltes in Kallmünz etstand das Ölbild „Liebesnacht in Kallmünz“ im Spätsommer 2016. Im Januar 2017 übermalte Reiter das Original, nachdem er sich von seiner damaligen Muse getrennt hatte. Aus „Lie- besnacht in Kallmünz“ wurde das Landschaftsbild „Garten Eden“. Gabriele Münter „Kallmünz“ 1903 Epilog Kunst und Leben
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