Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom

106 Zu jener Zeit hat Reiter in Norwegen in einem Gehöft gelebt und gearbeitet. Zu einer dieser besonderen Situationen zwi- schen Maler und Muse/Modell kam es, als er die Norwegerin in einem Seidenunterrock malte. Plötzlich hatte der Künst- ler die Idee, dass das Ganze noch reizvoller aussehen könnte, wenn die Frau in ein am Haus befindliches Wasserfass steigen und er sie mit dem reizvoll am Körper klebenden Stoff malen würde. Gesagt, getan. Die umgesetz te Idee entfaltete die ge- wünschte Wirkung auf den Maler : „Da läuft es plötzlich wie an der Schnur gezogen.“ Man könne sich hinterher gar nicht vorstellen, was zuletz t daraus entstanden ist. „Das sind Stern- stunden!“ Rudolf L. Reiter „Stille Tage im Nordland“ Öl auf Leinwand 110 x 100 cm, 1995

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