Rudolf L. Reiter - Gegen den Strom
100 Dass es auch freundschaftlich, zwanglos und positiv gehen kann, hat Reiter ebenfalls erlebt. In den Jahren, als er und seine Frau die Galerie in der Färbergasse führ ten, erschien immer wieder eine gut gekleidete und versier te Frau – mal in Begleitung einer Freundin, mal allein. Man führ te gute Ge- spräche, und es wurden Bilder ver- bzw. gekauft. Eines Tages zeigte ihm Hilde eine Illustrier te und darin ein Foto der bis dato Unbekannten. Es handelte sich um die Ehefrau von Horst Tapper t, Schauspielerin Ursula Pistor. Nun macht der Künstler ein Geständnis: Lange habe er Horst Tapper ts schauspielerische Darbietungen nicht bewusst wahr- genommen. Wenn Reiter im Norden war, stellte er den Nor- wegern oft die Frage, was sie denn aus Deutschland kennen würden. Oft kam es wie aus der Pistole geschossen: Horst Tapper t, den „Derrick“. Als wieder einmal die Hamsun-Tage in Planung waren, fragte Reiter die Norweger etwas provo- kant: „Soll ich den Tapper t mal mitbringen?“ Schon damals war bekannt, dass jener ein Fan des Landes war, und natürlich Es geht auch anders... Der Mime und der Maler beim Lachsf ischen im hohen Norden Norwegens
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy NDYwNjk=